staging the bauhaus IX

Hans Zender: Schuberts „Winterreise

Eine komponierte Interpretation für Tenor und kleines Orchester

 

Markus L. Frank, Musikalische Leitung; Robert Sellier, Tenor; Egbert Mittelstädt, Projektionen; Anhaltische Philharmonie Dessau

 

28.11.2019, 20 Uhr (Premiere), 29.11.2019, 20 Uhr

Bauhausgebäude, historische Bühne

 

Für die Projektionen benutzt Egbert Mittelstädt sein eigens entwickeltes „Farblichtklavier“, welches in ähnlicher Form schon bei Scrjabins „Prométhée“ im Rahmen des Kurt Weill Fests 2019 zum Einsatz kam. Die Synästetische Lichtinszenierung ist hier weniger eine tongenaue Umsetzung sondern viel mehr eine visuelle Improvisation. Mittelstädt nutzt hierfür eine starke Lichtquelle und eine Vielzahl von Glasobjekten und kreiert damit während des Konzerts die einzelnen Bilder zu den Stücken der Winterreise. Mit seiner Klaviatur hinter der Bühne kann er die Farben, Formen und Bewegungen in Echtzeit beeinflussen. Der Entstehungsprozess der Bilder wird live auf die Projektionsfläche auf der Bühne übertragen.

 

https://vimeo.com/395295657/b13f3890c3

Alexander Skrjabin „Prométhée. Le Poème du feu, op. 60“

 

Lichtinszenierung mit Spiegelkugel

 

Das Lichtklavier – synästhetische Lichtinstallationen und -inszenierungen von Egbert Mittelstädt

Auf basis von der Arbeit der russische Komponist Alexander Nikolajewitsch Skrjabin (1872–1915)

entwickelte Egbert Mittelstädt eine zeitgenössische Lichtmaschine. Skrjabin schuf als Synästhetiker

die vermutlich erste „Lightshow“ der Welt: Er schuf mit seinem Prometheus (op. 60) in den Jahren

1910/11 erstmals ein Orchesterwerk mit einem Part für ein Farbenklavier. Das Werk für Chor,

Orchester und Farbklavier wurde 1915 in New York uraufgeführt. Dabei benutzte man ein de facto

stummes clavier à lumière.

 

Auf Basis der Arbeit des russischen Komponist Alexander Nikolajewitsch Skrjabin (1872–1915)

entwickelte Egbert Mittelstädt eine zeitgenössische Lichtmaschine. Skrjabin schuf als Synästhetiker die

vermutlich erste „Lightshow“ der Welt: Er schuf mit seinem Prometheus (op. 60) in den Jahren 1910/11

erstmals ein Orchesterwerk mit einem Part für ein Farbenklavier. Das Werk für Chor, Orchester und

Farbklavier wurde 1915 in New York uraufgeführt. Dabei benutzte man ein de facto stummes clavier à

lumière.

 

Fast 100 Jahre später in 2019 präsentierte Mittelstädt im Rahmen des Kurt Weill Fests Dessau ein

Lichtklavier, eine Lichtinszenierung mit einer Spiegelkugel, zunächst in der Reihe „neues Hören

durch sehen“ für die Theremin-Musikerin Carolina Eyck auf der historischen Bauhausbühne.

 

Für das erste Sinfoniekonzert der Saisoneröffung am 19.-20 September 2019 des Theater Magdeburg

wurde die synästhetische Lichtinstallation und -inszenierung den räumlichten Gegebenheiten des

Magbeburger Theaters angepasst und und unter der Leitung der Leitung der Generalmusikdirektorin Anna Skryleva mit der Pianistin Maria Lettberg aufgeführt.

 

(Nadine Bors)

 

contact Atelier Egbert Mittelstädt